Ergotherapie Nicola Bareis

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Neurofeedback als neues Angebot in der Praxis Bareis

| 1 Kommentar

Lieber Kabelsalat als Gurkensalat

„Ich bin Tom und ich bin 9 Jahre alt. Seit ein paar Wochen mache ich bei Frau Bareis Neurofeedback. Für sie ist das eine neue Methode und für mich auch. Deshalb gibt es eben beim Anstöpseln der Elektroden manchmal Kabelsalat .Wir machen dann immer Witze, was wir lieber mögen Kopfsalat oder Bandsalat, Gurkensalat oder Kabelsalat. Überhaupt macht Neurofeedback Spaß, vor der ersten Stunde hatte ich etwas Angst, weil ich dachte, die Elektroden an meinem Kopf tun weh, merkt man aber nix von. Ich kann jetzt den Trick, damit der Film nicht anhält. Nur meine Gedanken machen das. Wie ich das mache, weiß ich nicht, aber ich schaffe es immer besser. Ich muss jetzt nur noch in der Schule aufhören zu zappeln, sonst soll ich zu einer anderen Schule. Das will ich aber nicht.“
Wie funktioniert Neurofeedback?
Tom hat die Diagnose ADHS und ist somit ein Kind, das laut verschiedener Studien von Neurofeedback profitieren kann. (siehe: http://www.lauth-schlottke.de/adhs-infodienst/meta-analyse-stuetzt-neurofeedback-als-wirksame-behandlungsmethode-bei-adhs/)
Bei Kindern, die an ADHS leiden, ist die Hirnaktivität charakteristisch verändert. Diese Veränderungen sieht man im EEG. Kinder mit ADHS zeigen evtl. zu wenige Beta-Wellen und zu viele Theta-Wellen und zeigen evtl. einen erhöhten SMR (Sensomotorischen Rhythmus). Beta-Wellen entstehen vor allem dann, wenn sich ein Mensch bewusst konzentriert. Theta-Wellen kennzeichnen einen träumerischen Wachzustand.
Beim Neurofeedback lernen die Kinder, ihre Hirnaktivität und die entsprechenden Wellen selbstständig zu beeinflussen. Im Computertraining läuft ein Film so z.B. störungsfrei, wenn das Kind vermehrt Beta-Wellen produziert, sich also bewusst konzentriert. Das Kind lernt so den Film gut „am Laufen zu halten“ und lernt im nächsten Schritt sich auch dann konzentrieren zu können, wenn es im Alltag gefragt ist – z.B. in der Schule. Das Kind muss seine eigene Strategie finden und findet sie auch, mal früher und schneller und mal später. Aber – und das ist wichtig: das Kind findet selber heraus, wie es sein Gehirn steuern kann, damit es „richtig“ funktioniert. Es wird nicht behandelt sondern handelt und erlebt Selbstwirksamkeit. Dadurch, dass der Film störungsfrei läuft, wird das Kind belohnt (Feedback) und seine Strategie bestätigt – und so nach und nach darauf trainiert, genau die Frequenzen zu erzeugen, die gerade gefragt sind. Dieses Verhalten lernt das Kind, in den Alltag zu übertragen.
Zugegeben manchmal klingt ein Gespräch über Neurofeedback eher wie ein Gespräch über ein esoterisches Thema, aber gerade für Menschen mit ADHS ist die Wirksamkeit durch wissenschaftliche Studien belegt. Besonders das Leitsymptom „Impulsivität“ wird anscheinend positiv von NF beeinflusst. Bei Neurofeedback kann es nur wenige Nebenwirkungen geben, denn das Gehirn leistet nur das, was es sowieso zu leisten im Stande ist. Einige Nebenwirkungen können Müdigkeit und Kopfschmerzen sein, weil es anstrengend ist – aber das war es auch schon.

Ein Kommentar

  1. Wir haben mit unserem Sohn das Neurofeedback gemacht. Der Junge hat ADHS und ist durch die geringen Erfolgserlebnisse so frustriert gewesen, das es sehr oft in Aggressionen endete. Er hat das Neurofeedback im Sommer 2015 begonnen, da war er 9 und kam gerade in die 4. Klasse. Nach einem Jahr können wir sagen das er so gut wie keine Probleme mehr hat. Er konnt von der Förderschule auf die Realschule wechseln und ist dort auch sehr gut angekommen, auch sein Notendurchschnitt hat sich um mehr als eine Zensur verbessert. Ich danke der Praxis Bareis für die gute Beratung und Behandlung.

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