Ergotherapie Nicola Bareis

Willkommen auf der Praxis – Homepage!

Therapiemethoden in meiner Praxis

In der Kindertherapie bieten wir folgende Therapiemethoden und Therapieprogramme an:

  • Sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres
  • Kognitive Behandlungsmethoden z.B. CO- OP Ansatz nach Helen Polatajko
  • Psychomotorik
  • Orofasciale Regulationstherapie nach Castillo Morales
  • Marte Meo
  • Systemische Familientherapie
  • Neurofeedback für Kinder mit der Diagnose ADHS

Therapieprogramme:

  • Attentioner
  • Marburger Konzentrationstraining
  • “Schreibtanz”
  • EST – Ergotherapeutisches soziales Kompetenztraining

In der Erwachsenenbehandlung:

  • Perfetti
  • Spiegeltherapie
  • Tonustraining
  • handtherapeutische Behandlungsverfahren
  • Kinesio taping
  • Forced Use Therapy
  • Systemische lösungsorientierte Therapie
  • Myofasziale Triggerpunktetherapie

 

„Spiegeltherapie“ in meiner Praxis
Wer hat ST erfunden?
1995 entdeckte der indische Professor Ramachandran, dass man durch einfache Tricks das Gehirn täuschen kann. Er arbeitete mit Menschen, die nach einer Amputation unter Phantomschmerzen litten. Das abgetrennte Gliedmaß schmerzte, weil es im Gehirn ja noch die Regionen gab, die für den z.B. abgetrennten Arm zuständig waren. Dem Gehirn wurde ständig gemeldet: „Da stimmt was mit dem Arm nicht“ So berichtet Ramachandran von einem Patienten, der das Gefühl hatte, sein (amputierter Arm) sei völlig verdreht auf dem Rücken .Natürlich schmerzt so ein Arm irgendwann. Prof. Ramachandran versuchte, was passiert, wenn der nicht betroffene Arm in eine Spiegelbox gelegt wird und so die Illusion hervorruft, dass der Patient wieder zwei vollständig intakte Arme besitzt. Erstaunlicher Weise ließ sich das Gehirn wirklich durch die Spiegelung täuschen, der eigentlich amputierte Arm war jetzt ja sichtbar, er war intakt nicht, verdreht. Phantomschmerzen ließen oftmals sehr schnell nach. Prof. Ramachandran vermutete jetzt, dass wahrscheinlich auch Menschen mit schmerzhaften Problemen z.B. in den Händen oder Menschen nach einem Schlaganfall mit einer Halbseitenlähmung von der ST profitieren könnten. Es gab die ersten Versuche hierzu und erstaunlicherweise stellten sich auch hier sichtbare Erfolge ein. Besonders bei den Patienten, denen herkömmliche Methoden nicht gut weiterhalfen.
Wie funktioniert das?
Die Erklärung für diese Erfolge liegt in den sog. Spiegelneuronen in unserem Gehirn. Sie springen z.B. dann an, wenn ich Bewegungen sehe.
Hierzu ein kleines Experiment: Stellen Sie sich vor, Sie müssten herzhaft gähnen. Schon alleine diese Vorstellung kann ausreichen, dass Sie jetzt auf der Stelle gähnen. Wahrscheinlich wird dieser Effekt durch Ihre Spiegelneuronen ausgelöst. Nur weil Sie sich vor Ihrem inneren Auge vorgestellt haben, dass Sie gähnen, tun Sie es auch.
In Experimenten konnte sehr gut nachgewiesen werden, dass genau die Teile im Gehirn anfangen zu arbeiten, die an der Ausführung von Bewegung beteiligt sind, bereits bei der Bewegungsvorstellung aktiviert werden. Also, wenn Sie beobachten, wenn ich meine linke Hand bewege, wird in Ihrem Gehirn genau der Teil aktiv, der für diese Bewegung Ihrer linken Hand zuständig ist und auch dann, wenn Sie sich nur vorstellen, wie Sie sich bewegen. Dieses mentale Training nutzen Sportler um zu üben, ohne sich körperlich anzustrengen.
Wenn ein Patient mit einer linksseitigen Parese jetzt vor einem Spiegel sitzt, und zwar so, dass die betroffene Hand hinter dem Spiegel platziert wird und die nicht betroffene Hand vor dem Spiegel, dann sieht es beim Blick in den Spiegel so aus, als ob es zwei intakte, zwei nicht betroffene Arme und Hände gäbe. Wird jetzt der nicht betroffene Arm bewegt, wird dem Gehirn gemeldet: Linker Arm bewegt sich ordnungsgemäß. Das hat häufig zur Folge, dass es eine Tonusnormalisierung in dem linken Arm gibt und nicht nur das, es kommt oftmals zu Bewegungen in dem betroffenen Arm.

Für wen ist STH?
Für Menschen nach einem Schlaganfall, die sich ausreichend konzentrieren können, die Aufmerksamkeit halten und auf den Spiegel richten können.
Es muss eine Motivation zum Eigentraining bestehen, denn dass viel geübt wird, ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg.
Es darf keine stärkeren (neuro)psychologischen Probleme geben, wie z.B. ein schwerer Neglekt oder Apraxie.
Es muss eine gute Rumpfstabilität bestehen
Und die Augen müssen ok sein.
Gut behandelbar sind Arm/ Handparesen, Fußheberschwäche, Sensibilitätsstörungen und /oder leichter Neglekt, Schmerzsyndrome u.s.w.
Außerdem lassen sich gut behandeln Patienten mit Parkinson oder mit Sensibilitätsstörungen bei Multipler Sklerose. (und natürlich Phantomschmerz nach Amputationen)

Wie effektiv ist STH?
Es gibt mittlerweile einige gute Studien zu der Wirksamkeit der STH, so wurde ein guter Effekt der STH vor allem in Bezug auf die obere Extremität und hier ganz besonders der Finger nachgewiesen.
Der Erfolg hängt aber natürlich von der Schwere der Erkrankung ab und wie intensiv trainiert werden kann. Behandlungserfolge können sich aber durchaus auch noch 3-5-Jahre nach dem Ereignis Schlaganfall einstellen.
STH kann nicht isoliert gesehen werden, STH gehört eingebettet in Behandlungskonzepte zusammen mit anderen Behandlungsverfahren, sie stellt allerdings eine sehr sinnvolle Ergänzung dar, besonders auch deshalb, weil mit herkömmlichen Behandlungsmethoden, die obere Extremität immer wesentlich langwieriger und kleinschrittiger therapierbar sind , als die untere Extremität.

 

Probleme in der Konzentration und Aufmerksamkeit

In die Praxis kommen viele Kinder mit Konzentrationsproblemen. Diese Kinder leiden oftmals sehr unter dieser Störung. Trotz fleißigem Üben gelingen die Klassenarbeiten nicht, das Gehirn scheint wie ein Sieb zu sein, nichts bleibt hängen. Kommt dann noch eine “Bewegungsunruhe” hinzu, ist das Problem perfekt.

Der “Attentioner” ist eine Möglichkeit, gezielt etwas gegen Konzentrationsstörungen zu tun. Er trainiert die verschiedenen Arten der Aufmerksamkeit auf. Besonders wichtig für das Lernen in der Schule sind die fokussierte  und selektive Aufmerksamkeit. Das heißt, dass das  Kind einen Reiz auswählen kann und Sachen, die nicht so wichtig sind  “ausblendet”. Außerdem wichtig ist die geteilte Aufmerksamkeit das meint, dass ein Kind mehrer Dinge gleichzeitig  in der Schule bewältigen kann: es muss zuhören, was die Lehrerin sagt, etwas gleichzeitig ins Heft schreiben und dabei darf es sich nicht ablenken lassen! Das sind nur die wichtigsten Arten der Aufmerksamkeit, es gibt noch einige mehr. Alle Arten trainiert der “Attentioner” . Das Programm ist von Claus Jacobs et al. entwickelt worden und in seiner Wirksamkeit bestätigt worden. Das Training ist sehr kindgerecht. Es gibt für die jüngeren Kinder die Geschichte um den kleinen Drachen Taifun, der endlich Feuerspucken lernen will, aber das gelingt kleinen Drachen nur, wenn sie sich richtig gut konzentrieren können und so macht sich Taifun auf, “Konzentration” zu lernen und nimmt die Kinder dabei mit.

Das Training geht über 15 Einheiten für die Kinder, außerdem bieten wir einen Elternabend zur Information an

Konzentration lässt sich am besten in der Gruppe üben, denn in der Einzelsituation sind viele Kinder nicht auffällig.

 

 Progressive Muskelentspannung für Kinder

Stress kann bei Kindern zu Konzentrationsstörungen, Einschlafproblemen, Ängsten,Spannungskopfschmerzen oder  zu innerer Unruhe führen. Auch Probleme in der Schule oder in der  Familie können Kindern Stress bereiten. Kann die innere Anspannung dann nicht abgebaut werden, stehen die Kinder unter „Dauerspannung“. Entspannungstechniken können Kindern helfen, Stress, Ängste und Ärger abzubauen und zu bewältigen. Durch Entspannungstechniken kann die Leistungsfähigkeit und die Konzentration deutlich gesteigert werden, auch können sie Kindern mit Schlafstörungen und Spannungskopfschmerzen helfen, besser durch den Alltag zu kommen.Ein  Entspannungsverfahren eignet sich dabei besonders für Kinder, es ist die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, kurz PMR genannt.PMR ist leicht zu erlernen und kann schnell angewendet werden. In den Trainingsstunden wird neben dem reinen Erlernen der PMR-Technik viel Wert auf Spiele zur Körperwahrnehmung und „Entspannungsreisen“ gelegt, so dass bei den Kindern ein Gruppengefühl entstehen kann und das Gelernte spielerisch gefestigt wird.

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Myofasziale Triggerpunkttherapie

“Die Myofasziale Triggerpunkt Therapie wird seit Jahren erfolgreich eingesetzt und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit dieser Therapieform werden Schmerzen der Muskulatur und chronische Beschwerden, die durch Überlastung, Überdehnung oder auch durch direkte Traumata entstehen und sich zum `Myofaszialen Schmerzsyndrom` entwickeln optimal behandelt. Das äußert empfindliche Schmerzzentrum in einem Muskel wird als Triggerpunkt bezeichnet und ist die Ursache für das `Myofasziale Schmerzsyndrom. Durch Botenstoffe kann sich der lokale Schmerz auch auf andere Bereiche im Körper ausdehnen. Ziel der Therapie ist es über eine lokale Muskeldetonisierung den normalen Muskeltonus herzustellen, die Funktionsstörung zu beheben, die strukturellen Veränderungen im Muskelbindegewebe aufzulösen, das volle Bewegungsausmaß und eine Schmerzfreiheit zu erwirken. Die Myofasziale Triggerpunkt Therapie stellt eine optimale und sehr effektive Kombinationsmöglichkeit zu unserer therapeutischen Arbeit.” Frank Litzenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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